Das Kandelmassiv lag lange im Dornröschenschlaf…

2005 gab es wenig im Kandelbergland: Ein großer Parkplatz, ein geschlossenes Berghotel umgeben von einem hässlichen Bauzaun und bei schönem Wetter die Gleitschirm- und Drachenflieger.


Hatte man den Fliegern genug zugeschaut - ohne die Frage wirklich geklärt zu bekommen, wie man sich ohne Motor in die Lüfte hochschrauben kann - fuhr der Besucher unverrichteter Dinge wieder nach unten. Die wirkliche Schönheit und Einzigartigkeit des Kandels hatte er aber nicht mitbekommen.

…und wurde als Kandelbergland wachgeküsst!

Blick vom Viermärker in Richtung Kandelhotel

Im Herbst 2005 fanden kommunale Initiativen und bürgerschaftliches Engagement zusammen und starteten ein gemeinsames Projekt, um das Kandelbergland für Ausflügler und Touristen attraktiver zu machen.

 

Wichtige Vorarbeiten zu diesem Projekt erfolgten durch eine Initiative von Vereinen und engagierten Bürgern. Seit 2004 erarbeiteten sie Entwicklungsperspektiven für den Kandel - darunter auch erste Ideen für Info-Points.

 

Mit Unterstützung des Landkreises Emmendingen starteten Simonswald, St. Peter, Waldkirch und Glottertal im Jahr 2006 das Naturparkprojekt "erlebnisorientierte Besucherinformation". Neben den Gemeinden beteiligen sich die am Kandel aktiven Vereine. Im Frühjahr 2006 gründeten sie den Dachverein "Zukunft Kandel e.V.", der sich für den Kandel engagiert.

Gemeinsam mit den lokalen Akteuren entwickelten das Institut für Physische Geographie der Universität Freiburg und Lehnes Landschaftsinterpretation im Sommer 2006 ein räumliches Gesamtkonzept für die Besucherinformation. Übliche Lehrpfade sollten dabei nicht entstehen. Vielmehr baut das neue Konzept auf dem Know-how der besucherorientierten Interpretation auf. Wie der Name schon sagt, stehen dabei die Besucher im Mittelpunkt.


Von Beginn an orientiert sich das Projekt an den hohen Transinterpret Qualitätsstandards.


Bei einer weiteren Präsentation vor der geladenen Öffentlichkeit erhält das Kandelmassiv seinen Namen „Kandelbergland“. Damit sollte die einzelnen Teilbereiche des Kandelmassivs wie der Gipfelbereich, aber auch seine Abhänge, die weit in den Süden reichen, wie Platte oder Zweribach als eine Ausflugsregion angeboten werden. Große Zustimmung findet auch das Motto Kandel – Berg der Kräfte. Diese Leitidee soll dem Besucher die unterschiedlichen Kräftewirkungen, die das Kandelbergland geprägt haben und die sich an ihm erfahren lassen, näher bringen.

Gemeinsam sind wir näher an den kraftvollen Geschichten im Kandelbergland!

Dazu werden viele lokale und wissenschaftliche Experten befragt, um der Einmaligkeit des Kandelberglands auf die Spur zu kommen.


In den Folgejahren werden Infostelen installiert, Broschüren herausgegeben, eine komplette Marketingserie gestaltet und die Webseite weiter ausgebaut. Und überall ist das Markenzeichen des Kandelberglands, die Leitfigur Kandela mit witzigen Sprüchen beteiligt! 

Während der gesamten Projektlaufzeit begleitet der Verein Zukunft Kandel e.V. die Arbeiten des Instituts für Physische Geographie.

Logo Naturpark Südschwarzwald
Dieses Projekt wurde gefördert durch den Naturpark Südschwarzwald mit Mitteln der Lotterie Glücksspirale und der Europäischen Union.

Mehr zum Naturpark Südschwarzwald: www.naturpark-suedschwarzwald.de